Gartenarbeit im März: Lassen Sie Laub und abgestorbene Pflanzen lieber noch im Garten liegen

Der März verlockt zum Aufräumen. Doch Laub und vertrocknete Pflanzen einfach liegenlassen? Ja — und zwar bewusst. Das schützt Boden, Insekten und brütende Vögel.

Warum Laub und abgestorbene Pflanzen im März im Garten bleiben sollten

Laub bietet Winternahrung und Unterschlupf für Nützlinge. Eine dünne Schicht schützt den Boden vor Austrocknung und fördert die Humusbildung.

Wichtig: Ende März endet oft die Frist für starkes Zurückschneiden von Hecken und Sträuchern. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sind kräftige Rückschnitte bis Oktober meist tabu, damit brütende Vögel ungestört bleiben. Wer also zu früh ausmistet, gefährdet die Tierwelt und riskiert Bußgelder.

Die Nachbarin Lena hat das ausprobiert: Sie ließ das Laub an einer Hecke liegen und freute sich im Mai über mehr Schmetterlinge und deutlich weniger Schnecken.

Sofort umsetzen: 3 einfache Gartenaufgaben im März

  1. Bäume & Sträucher pflanzen.

    Standort prüfen, Pflanzloch doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen ausheben. Erde 1:1 mit reifem Kompost mischen, Wurzelballen mittig einsetzen, antreten und gründlich wässern.

    Das gibt jungen Bäumen Zeit, bis zum Herbst ein starkes Wurzelwerk aufzubauen.

  2. Stauden und Gräser teilen.

    Wurzelballen ausheben, mit Spaten oder Messer teilen. Jedes Teilstück sollte mindestens zwei Triebknospen haben und faustgroß sein. Kranke Wurzeln entfernen.

    So bleiben Pflanzen vital und liefern gleich neue Exemplare für andere Beete.

  3. Gemüse & Sommerblumen vorziehen.

    Samen in Anzuchtschalen mit Anzuchterde säen. Bei Lichtkeimern nur andrücken, bei Dunkelkeimern leicht mit Erde bedecken. Mit Zerstäuber befeuchten und Deckel aufsetzen. Warmes Südfenster oder Mini-Gewächshaus nutzen.

    Oma Erna schwört auf die Fensterbank-Methode für Tomaten und Paprika — zack, kräftige Jungpflanzen.

Praktische Schnell-Liste für den März:

  • Winterschutz schrittweise entfernen, um Pflanzen nicht zu schocken.
  • Kompost umsetzen und Feuchtigkeit prüfen.
  • Werkzeuge reinigen und Klingen schärfen.
  • Beete lockern, aber nicht bei Nässe tief umgraben.
  • Vogelnistkästen kontrollieren und Futterstellen säubern.

Ein kurzes Video hilft beim richtigen Reihenabstand und Pikieren. Lena nutzte das Tutorial, bevor sie im Gewächshaus die ersten Tomaten setzte.

Dieses zweite Video zeigt die Technik beim Teilen großer Wurzelballen. Wer es genau macht, gewinnt viele neue Pflanzen ohne teure Einkäufe.

Bonus-Tipp: Laubmulch statt Eimerweise Entsorgen

Laub nicht wegräumen, sondern locker als Mulch verteilen. Es schützt Boden und spart Kompost. Willst du eine Variante? Große Laubhaufen an einer Ecke liegenlassen — dort finden Igel und Nützlinge Unterschlupf.

Ein letzter Gedanke: Weniger Perfektion, mehr Leben im Garten. So klappt’s nachhaltig, einfach und mit Herz.

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