Streue das regelmäßig in den Kamin: der Schornstein reinigt sich von selbst

Ein knisternder Kamin ist Gold wert — solange der Schornstein nicht verstopft. Mit einfachen Alltagsregeln kannst du Ruß reduzieren und lange Freude am Feuer haben.

Schornstein reinigen: Warum trockenes Holz und richtiges Nachlegen helfen

Feuchtes Holz sorgt für viel Ruß und hartnäckigen Glanzruß. Durch regelmäßig nachgelegte, gut gelagerte Scheite laufen Flammen heißer und der Schornstein bleibt sauberer. Dennoch ersetzt das Nachlegen nicht die Pflichtreinigung durch den Profi.

Die KÜO schreibt vor, wann der Schornsteinfeger kommen muss — das dient der Sicherheit und dem Umweltschutz. Wer sich daran hält, schützt Haus und Gesundheit.

Eine heiße, saubere Verbrennung spart Brennstoff und reduziert Rußbildung — gut für Geldbeutel und Klima.

Wie oft den Schornstein kehren lassen? Kehrintervalle nach Nutzung

Die Häufigkeit richtet sich nach Brennstoff und Nutzung. Ein Blick auf die gängigen Intervalle hilft bei der Planung.

Anlage / Nutzung Kehrfrequenz
Ganzjährig regelmäßig benutzte Feuerstätte 4× pro Jahr
Regelmäßig in der Heizperiode 3× pro Jahr
Feuerstätte für Holzpellets 2× pro Jahr
Blockheizkraftwerk / Festbrennstoffkessel 2× pro Jahr
Gelegentlich genutzte Feuerstätte 1–2× pro Jahr

Wer die Intervalle einhält, reduziert Brand- und Vergiftungsrisiken spürbar.

Vor dem Termin: Vorbereitung in 6 einfachen Schritten

Die Familie Neumann macht das jedes Jahr: kurz klar Schiff, dann läuft der Termin flott und sauber.

  1. Räume den Bereich rund um den Kamin frei.
  2. Decke empfindliche Möbel mit Tüchern ab.
  3. Stelle Leitern und Zugänge frei.
  4. Schalte den Ofen aus und lasse ihn abkühlen.
  5. Halte Ofendaten und letzte Reparaturen bereit.
  6. Kinder und Haustiere vom Arbeitsbereich fernhalten.

Mit guter Vorbereitung spart die Familie Zeit und der Schornsteinfeger kann effizient arbeiten.

Pflege- und Spartipps: Weniger Ruß, weniger Kosten

Ein paar Hausregeln verlängern die Abstände zwischen starken Reinigungen.

  • Nur trockenes Holz verbrennen — das reduziert Ruß deutlich.
  • Luftzufuhr richtig einstellen für heiße Verbrennung.
  • Ofendichtungen prüfen und bei Bedarf ersetzen.
  • Ofenrohr selbst mit Drahtbürste reinigen (kleine Arbeiten).
  • Rechnung aufbewahren: Handwerkerleistungen sind steuerlich absetzbar.

Kleine Investitionen wie neue Dichtungen zahlen sich schnell durch geringeren Brennstoffverbrauch aus.

Bonus-Tipp: Für saubere Glasscheiben hilft eine Asche-Paste aus etwas Asche und Wasser — sanft aufgetragen und mit weichem Tuch abgewischt. Das ist nachhaltig und erinnert an Omas Tricks.

Darf man den Schornstein selbst kehren?

Offizielle Kehr- und Überprüfungsarbeiten müssen in der Regel von einem zugelassenen Schornsteinfeger durchgeführt werden. Kleinere Arbeiten am Ofenrohr sind durch den Betreiber möglich, ersetzen aber nicht die Pflichtkehrung.

Wie erkenne ich gefährlichen Glanzruß?

Glanzruß ist hart und glänzend; er lässt sich nicht mit dem normalen Besen entfernen. Dann braucht es professionelle Methoden wie Biegewelle oder kontrolliertes Freibrennen.

Wie viel kostet die Reinigung pro Jahr?

Je nach Nutzung: gelegentlich genutzte Kamine ~20–30 €/Jahr, Holz- und Pelletheizungen ~40–60 €/Jahr, täglich genutzte Kamine ~70–80 €/Jahr.

Was reduziert Rußbildung im Alltag?

Trockenes Holz, richtiges Anfeuern, saubere Verbrennung und gut eingestellte Luftzufuhr reduzieren Ruß deutlich.

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